Körperarbeit nach Thomas Hanna

[Weiterführende Texte zu diesem Thema im Anschluss]

Thomas Hanna, Philosoph und Stressforscher aus Amerika war einer der ersten Schüler von Moshe Feldenkrais und seiner Funktionalen Integration. Er entdeckte bei seinen Forschungen, dass Stress, Emotionen, ständig wiederholte Bewegungsmuster, aber natürlich auch Inaktivität zu einer dauerhaften Kontraktion der Muskeln führen können. Bestimmte Zentren im Gehirn halten die betroffenen Muskeln dauerhaft angespannt, was zu einem Teufelskreis führt.

Durch diesen ständigen Anspannungsgrad muss der Muskel immer am Limit „arbeiten“, schüttet Milchsäure aus und verursacht so akute oder subakute Entzündungen des umliegenden Gewebes, was zu Schmerzen und weiteren Verspannungen führt.

Der Mensch muss im Alter nicht unbeweglich werden!

Thomas Hanna fand heraus, dass das eigentliche Problem nicht der Muskel ist, sondern das ihm entsprechende Areal im Gehirn welches vergessen hat, wie der Muskel richtig angespannt und vor allem entspannt wird. Dieses muskuläre Vergessen manifestiert sich durch Schmerzen, Steifheit, Erschöpfung, Bluthochdruck, Kreislauf und Durchblutungsstörungen.

Hier muss also der richtige Transfer zwischen Muskel und Gehirn wieder hergestellt- und der Muskel neu organisiert werden.

Bei dieser für den Patienten sehr angenehmen Therapie wird in kleinen Schritten die Verbindung von Muskel und Gehirn durch Wahrnehmungs- und Bewegungsübungen dauerhaft wiederhergestellt, was nach kürzester Zeit zu neuer Bewegungsfähigkeit und Schmerzlosigkeit führt. Durch einfache Übungen für zu Hause bekommt der Patient auch die Möglichkeit, den Therapieerfolg zu beschleunigen und selbst eigenverantwortlich mitzugestalten.

Chronische Schmerzen des Bewegungsapparates sind nicht normal!

Für mich, der ich seit über 20 Jahren Körperarbeit praktiziere, sind die Erfolge dieser Therapie immer wieder sehr beeindruckend und ich halte diese Arbeit für den wichtigsten Ansatz in meiner Körpertherapie. Ich danke an dieser Stelle meiner Lehrerin Beate Hagen. Sie erlernte diese Therapie von T. Hanna und seinen Schülern in Amerika und es gelang ihr, diese auf beeindruckende Weise weiterzuführen.


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Körperarbeit nach Thomas Hanna in meiner Praxis – Der Anfang

<strong>Wie alles begann</strong><br />
<br />Vor ca. fünf Jahren kam ein älterer Herr zu mir in die Praxis, der über sehr starke Rückenschmerzen in der Lendenwirbelsäule klagte. Nach 2-3 Behandlungen ging es ihm besser. Als wir uns nach der letzten Behandlung voneinander verabschiedeten, fragte er mich beiläufig, ob ich schon mal was von Thomas Hanna gehört hätte. <br />Ich verneinte die Frage, konnte von dem Patienten aber auch nicht mehr darüber erfahren. 

Wie alles begann: Vor ca. zehn Jahren kam ein älterer Herr zu mir in die Praxis, der über sehr starke Rückenschmerzen in der Lendenwirbelsäule klagte. Nach 2-3 Behandlungen ging es ihm besser. Als wir uns nach der letzten Behandlung voneinander verabschiedeten, fragte er mich beiläufig, ob ich schon mal was von Thomas Hanna gehört hätte. ...

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Körperarbeit nach Thomas Hanna Fortsetzung 1

<strong>Wie alles begann</strong><br />
<br />Vor ca. fünf Jahren kam ein älterer Herr zu mir in die Praxis, der über sehr starke Rückenschmerzen in der Lendenwirbelsäule klagte. Nach 2-3 Behandlungen ging es ihm besser. Als wir uns nach der letzten Behandlung voneinander verabschiedeten, fragte er mich beiläufig, ob ich schon mal was von Thomas Hanna gehört hätte. <br />Ich verneinte die Frage, konnte von dem Patienten aber auch nicht mehr darüber erfahren. 

Drei Ursachen sind es normalerweise, welche bei der Entstehung der muskulären Amnesie eine Rolle spielen. 
1. Körperliche Traumen (Unfall, Verletzung, Knochenbruch, Gelenkluxation usw.) 
2. Emotionale Umstände (Angst, Schreck, Sorge usw.) 
3. Inaktivität (Bewegungslosigkeit durch Alter, Krankheit usw.) 
Alle diese 3 Ursachen können sich auf die Verbindung Muskel – Gehirn auswirken.

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Körperarbeit nach Thomas Hanna Fortsetzung 2

<strong>Wie alles begann</strong><br />
<br />Vor ca. fünf Jahren kam ein älterer Herr zu mir in die Praxis, der über sehr starke Rückenschmerzen in der Lendenwirbelsäule klagte. Nach 2-3 Behandlungen ging es ihm besser. Als wir uns nach der letzten Behandlung voneinander verabschiedeten, fragte er mich beiläufig, ob ich schon mal was von Thomas Hanna gehört hätte. <br />Ich verneinte die Frage, konnte von dem Patienten aber auch nicht mehr darüber erfahren. 

Dieser Artikel befasst sich mit dem so genannten Stop-Reflex. Meiner Ansicht nach ist dieser für unser Überleben eigentlich sehr wichtige Reflex hauptsächlich dafür verantwortlich, dass es überhaupt zu Beschwerden des Bewegungsapparates und der inneren Organe kommen kann.

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